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Musée d’Unterlinden Colmar/Frankreich

Fassade Musée d’Unterlinden Colmar
Bild: Herzog & de Meuron

Das Musée d’Unterlinden befindet sich in der elsässischen Kleinstadt Colmar in Frankreich. Seit 1853 beherbergt es bedeutende altdeutsche Meisterwerke. Da sich die Sammlung durch viele Schenkungen moderner Kunst und Fotografie stark vergrößert hatte, musste neuer Ausstellungsraum geschaffen werden.

Für diese Erweiterung wurde durch die Architekten Herzog und de Meuron ein Neubau geplant, dessen markanter Bestandteil eine Fassade aus Verblendmauerwerk und gebrochenen Klinkern ist. Die Fassade ist durch eine sehr raue Struktur und eine über große Bereiche öffnungsfreie Ausführung gekennzeichnet. Als besondere bautechnische Herausforderungen sind der Verband, die geplanten Dehnfugenabstände und die hohe Belastung infolge möglicher Erdbeben zu nennen.

Die Bemessungen erfolgten im Wesentlichen ingenieurtechnisch und nach den französischen Normen DTU 20.1, NV65, PS92 und dem Eurocode 6.

Von der ausführenden Firma wurde ein Sonderanker entwickelt, der in Zusammenarbeit mit der TU Dresden unabhängig beprobt wurde. Hauptaugenmerk lag hierbei auf der Verformbarkeit, da sich die Anker an die jahreszeitlichen Längenänderungen der Fassade infolge des Temperatureinflusses anpassen müssen.

Konstruktiv erhielt die Fassade eine Lagerfugenbewehrung.

  • Beratende Leistung bei Planung und Ausschreibung der Ziegelfassade für die Erweiterung des Musée d'Unterlinden, Colmar (Frankreich)
  • Gutachterliche Stellungnahme zur Ausführung der Fassade
  • Versuche zur Ankertragfähigkeit zusammen mit der TU Dresden

Auftraggeber:
PPEngineering, Ingenieurbüro für Fassadentechnik, Basel/Schweiz

Objektplaner und Architekt:
Herzog & de Meuron

  • Beschreibung
  • Leistungen
  • Auftraggeber u. Bauherr

Bilder: Herzog & de Meuron